intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs

Als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland haben wir im Jahr 2007 in Zusammenarbeit mit den Brustzentren St.Elisabeth in Halle und der Frauenklinik des Asklepios Klinikum in Weißenfels die intraoperative Strahlentherapie bei Frauen mit Brustkrebs eingeführt. Hierbei wird während der Operation, nach Entfernung des Tumors eine Röntgenstrahlenquelle direkt in die Operationshöhle eingebracht und so punktgenau der ehemalige Tumorsitz bestrahlt, wobei die umliegenden Gewebe (Haut) durch den steilen Dosisabfall geschont werden.

Während der Bestrahlung, die 20-30 Minuten dauert befindet sich die Patientin in Narkose und wird vom Anästhesisten überwacht.
Der theoretische Hintergrund hierfür ist die Erkenntnis, dass die meisten Rückfälle, die in der Brust auftreten eben dort an der Stelle des ehemaligen Tumorsitzes festgestellt werden.
Die intraoperative Bestrahlung wird 6 Wochen nach der Operation durch eine Strahlentherapie der gesamten Brust ergänzt.
Insgesamt verkürzt sich aber die Strahlentherapie um eine Woche.
Aktuelle Auswertungen belegen, dass durch die intraoperative Bestrahlung, die jedoch nicht für alle Patientinnen geeignet ist, sowohl die Rückfallrate in der Brust, als auch die Gesamtheilunsgrate bei Frauen mit Brustkrebs verbessert werden kann.

Intraoperative Strahlentherapie bei Brustkrebs 2